Meine Top 3 Indie-Spiele von 2017

Ich mag immer die Listen die am Ende jedes Jahres rauskommen wo jeder über seine Lieblings spiele von diesen Jahr philosophiert. Ich hab das auch immer gemacht, jedoch immer nur in meinen Gedanken und dann mit meinen Freunden darüber diskutiert, aber diesmal möchte ich das ganze auch mal aufs Papier bringen. In 2017 sind so viele unfassbare gute spiele raus gekommen das es für mich echt schwer fiel eine Auswahl zu treffen. Vor allem weil in diesen Jahr so viele starke Tripple A spiele veröffentlicht wurden, und meine Top 3 nur aus denen besteht, wollte ich trotzdem den Indie Spielen dieses Jahres mit einer eigenen Liste meinen Respekt zollen.

Ich habe lange über die Plätze nachgedacht, und habe dabei ein Kriterium besonders beachtet: Ist mir das Spiel im Kopf geblieben?
Das liegt daran das ich soviele Spiele spiel, das die meisten davon einfach in Vergessenheit geraten, was dann glaube ich auch nicht für das Spiel an sich spricht.
Natürlich habe ich nochmal über die Releaseliste von diesen Jahr geschaut, doch ich durfte dann zum glück feststellen das mich die vergessenen Titel tatsächlich nicht wirklich unterhalten haben.

Aber genug des Vorwortes, hier sind meine Top 3 Indie Spiele von 2017.


Platz 3: Thimbleweed Park

Thimbleweed-Park-Cover

Ich war schon immer fasziniert von Point-and-Click adventures, da ich aber leider zu jung bin habe ich die Hochzeit von diesen Genre leider verpasst, habe jedoch alte Klassiker wie Monkey Island oder Day of the Tentacle nachgeholt und war absolut begeistert. Der Charme, der Witz, die Geschichten die erzählt wurden und die zum Teil absurden Rätsel waren einfach was ganz einzigartiges.

Lange war es still um dieses Genre, aber Daedalic hat im Jahre 2008 bewiesen dass dieses Genre noch lange nicht Tod ist, und in den nächsten Jahren folgten grandiose Spiele wie Deponia, The Whispered World oder Harvey’s neue Augen. So sehr ich diese Spiele auch geliebt habe weil sie dieses Genre mit Komfortfunktionen und Hübscher Grafik weiterentwickelt haben, wollte ich mal wieder etwas Oldschool-mäßiges. Ich wollte schöne Pixelgrafik, das SCUMM interface und den Bildschirm nach den kleinsten Staubkörnern absuchen, und Ron Gilbert, ein Urgestein dieses Genre konnte mir diesen Wunsch mit Thimbleweed Park erfüllen.

Nach einer erfolgreichen Kickstarter Kampagne wurde letztendlich Thimbleweed Park am 30. April veröffentlicht und ich habe es glaube ich in 3 Spielesessions durchgespielt. Ich war schon nach der ersten Sekunde angetan,  die Pixelgrafik ist alt und neu zugleich, die Charaktere sind mitunter einer der unterhaltsamsten die ich je gesehen habe, die Geschichte ist nicht so dröge wie sie am Anfang scheint und der Humor ist wieder auf den Punkt. Ich habe laut aufgelacht und manchmal den Bildschirm voller erstaunen einfach nur angeschaut und nichts getan.
Thimbleweed Park ist für mich das perfekte Beispiel warum so ein Spiel heute noch funktionieren kann, als Veteran fühlt man sich zuhause und weiß direkt was man machen muss, und als neu Einsteiger gibt es einen Modus der einen an die Hand nimmt, also ist es für jeden etwas.

Ich habe keine Sekunde mit Thimbleweed Park bereut und es ist für mich ein must-have für jeden Point-and-Click Fan, und eine Kaufempfehlung für jeden der die Faszination von alten Klassikern vielleicht noch nachvollziehen will.

Platz 2: A Hat in Time

a hat in time

Ich würde Lügen wenn ich bestreiten müsste das mein Lieblingsgenre das Platformer, oder wie es hier in Deutschland benannt wird: Jump’n’Run , ist. Ich liebe diese Spiele durchweg und dieses Jahr war ein starkes Spielejahr für meinen Fan-Herz. Natürlich stand das Große Mario Odyssey auf der Matte, aber auch eine kleine Indie-Perle hat dieses Jahr mein Herz erobert, nämlich A Hat in Time.
Seit der ersten Sekunde hab ich das Kickstarter Projekt verfolgt weil es mir das versprach was es solange nicht mehr gab, ein wirklicher 3D-Platformer der alten Schule wie Mario 64 oder Sunshine.
Und mein Gott, haben Gears for Breakfast geliefert.

Vorweg muss ich erstmal anmerken, dass ich glaube ich noch nie so ein süßes Spiel gesehen habe. Jeder Charakter, jedes Level und vor allem der Hauptcharakter strahlt so einen Charme aus dass ich dauerhaft mit einen Grinsen vor dem Rechner saß.
A Hat in Time traut sich sehr viel mit seinen Welten weil jede davon Tatsächlich völlig anders ist. Wo die erste Welt noch Klassiche Platformer Kost ist, ist schon die zweite absolut verrückt und einzigartig, man muss dort nämlich zwei Rivalisierenden Filmregisseuren helfen den besten Film zu drehen, und das war bei weitem noch nicht das verrückteste was dieses Spiel anzubieten hat.
Wäre Mario Odyssey dieses Jahr nicht rausgekommen hätte A Hat in Time für mich den neuen Standard für die Steuerung eines 3D-Platformers gesetzt.
Das Ganze Arsenal von Hatkids (Die Protagonistin) Sprüngen und Dashes zu benutzen fühlt sich gut an weil sie sich eine ohne Probleme kombinieren lassen, und wenn man das verinnerlicht hat kann Hatkid durch die Level flitzen wie ein Olympiasieger, vor allem weil ein das Level-Design und die Kamera nicht daran hindert.

Ich hoffe sehr dass ich von Gears for Breakfast noch mehr erwarten kann, denn diese Platformer Erfahrung möchte ich nicht mehr missen.  Der Charme, die Kreativität und das Spielgefühl muss sich vor den Großen Vertretern dieses Genre nicht verstecken, und das spricht doch nur für dieses kleine Indie Team.


Bevor ich zu meinen Platz 1 komme, kommen hier noch ein paar honorable mentions:

The Sexy Brutale: Ein Rätsel Spiel wo man per Zeitreise alle Besucher einen Hotels an einen Tag vor Mordanschlägen schützen muss. Interessantes Spielkonzept und bietet außerdem ein paar echte Kopfnüsse.

Hollow Knight: Eines der besten Metroidvanias die ich seit langen gespielt habe. Die Welt ist originell, spannend und Metroidvania typisch verwirrend aber sinnvoll aufgebaut. Es ist fordernd und deßhalb sind die Belohnung umso befriedigender, weil auch jede neue Fähigkeit wirklich nützlich ist.

Cuphead: Ein bockschweres und Wunderschönes Spiel mit seinen 30er Cartoon Stil. Ein Bossrush Spiel wo in jeden Boss sehr viel Liebe und Zeit reingeflossen ist. Empfehlung für jeden der nicht so schnell die Fassung verliert.


Platz 1: Hellblade: Senua’s Sacrifice

Hellblade-Senuas-Sacrifice-Cover-1

Ich hätte niemals in meinen Leben gedacht dass sowas zustande kommen würde. Ein ehemaliger Tripple A Entwickler versucht ein Spiel ohne Publisher im Rücken zu entwickeln, wollen aber trotzdem nicht auf die Produktionswerte von einen Tripple A spiel verzichten.
Ninja Theory, egal wie ihr das hinbekommen habt, ihr habt meinen vollsten Respekt.

Mit einen so geringen Budget so einen grafischen Augenschmaus zu zaubern ist an sich schon ein Meilenstein, aber dann noch mit so heiklen Themen wie Psychosen und Schizophrenie so fantastisch und kreativ umzugehen ist unfassbar. Dazu kommt noch dass das Setting der Nordischen Mythologie absolut nicht aufgezwungen wirkt. Die Handlung und das Gameplay hätte auch ohne Odin, Thor und Wikinger funktioniert, aber da sie sich so stark damit beschäftigt haben diese Welt so authentisch darzustellen hat es das Spiel nur noch Kreativer wirken lassen.
Das Kampfsystem und die Rätsel sind solide, aber ganz klar nicht das Hauptmerkmal dieses Spieles.
Der Fokus von Hellblade liegt in der Geschichte, und vor allem darin wie sie erzählt wird, nämlich mit dem Sounddesign.

Die verschieden Stimme aus Senuas Kopf die einen das Spiel begleiten und euch Ständig per Kopfhörer das Gefühl geben als würden sie um euch herum laufen sind Gänsehaut erregend und geben einen ungewollt sogar Tipps, was auch äußerst wichtig ist denn das Ganze spiel hat kein Interface.
Ich wünsche mir dass sich dieses System mehrere Entwickler zu Herzen nehmen, denn so etwas Innovatives mit seinen Storytelling zu machen verdient Anerkennung und hat mich durchweg komplett unterhalten und überrascht.
Hellblade hat mich staunen lassen, und traut sich Sachen anzugehen bei denen wahrscheinlich die meisten Publisher bei ihren Entwicklern die Reißleine ziehen würden.

Wegen seiner Einzigartigkeit und weil es den Leuten zeigt was man alles mit einen begrenzten Budget anfangen kann,  ist es mein Indie Spiel des Jahres und mein 4. Liebstes auf meiner generellen liste.

 

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